0270 Nietentresor mit drei Schlössern und reichem, schönem Dekor. Es sind 6 Schliessfunktionen und 5 Tricks zu überwinden. Geschweifte Türe mit ovalem Zentrumsdekor mit Blattwerk. Ausserhalb des Ovals 8 Ovale Zierteile, drei davon als Schlüssellochtürchen ausgebildet. Im Feld unter der Türe ebenfalls ein Zentrumsdekor mit Blattwerk und mehrere Ziernägel. Die beiden Seiten, oben und hinten mit dichtem Grossnietenbesatz. Auf der Unterseite flache Grossnieten.

Besonderheit: Am Originalschlüssel mit dem Schaft als Kleeblatt ist zu erkennen, dass der Bart zusammen mit dem darüberliegenden langen Unterteil des Schaftes hergestellt(Schmiedespuren) und anschliessend an den Schaft gelötet wurde.

Der Schliessmechanismus:

Das mittlere Schnappschloss wird nach dem einrasten mit einer zusätzlichen Tourbewegung doppelt geschlossen und so blockiert. Das untere Schloss wird nach der ersten Tour durch eine zweite Tour geschlossen blockiert. Das selbe gilt für das obere Schloss.

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0338 Das Schloss einer grossen Zunfttruhe aus der Gegend von Nürnberg, Augsburg, Würzburg um etwa 1600. 6-schliessig, Grösse 39 x 20 cm, Schlüssel 19 cm.

Es sind mittig zwei Schnappfallen und aussen vier Riegelfallen eingebaut. Alles wird mit Schneckenfedern durch Kurzhebellumlenkungen auf Druck gehalten. Der Schlüssel greift in einen Schleppriegel (ähnlich einem Deckel-schloss in einer Eisentruhe) der alle 6 Fallen bedient. Die flache Kapelle, die Zuhaltung und die Umlenkungen sind graviert. Die Abdeckplatte in reichem Eisenschnitt, graviert. Es sind viele Grotesken in verschiedener Form eingearbeitet. Eine meisterliche Arbeit aus der frühen Renaissance.

0286 Extrem schwere, massive Eisenkasette mit 4 Schleppriegel und 4 Angriffen. Aussen schlicht mit verdecktem Schlüsselloch das mit einem Trick zu öffnen ist. Innen ein 12 schliessiges Deckelschloss (Spinnenschloss) mit Zentrums-kapelle. Federaufnahmen und Umlenkbolzen mit 22 Messing-rosetten abgedeckt. Der zweiteilige Reifbesatz, in Form eines Kreuzes und eines Sterns, ist ausgebrochen jedoch im Original vorhanden. Ur-sprünglicher Verwendungszweck: Soldtruhe für Reisläufer oder Truhe für Zoll- oder Steuergelder.

0281 Opferstock aus Eichenholz mit Eisen beschlagen. Oben ist der Einwurfschlitz mit einem Bügel abgedeckt um ein rausfischen zu verhindern. Der obere Teil inc. Geldfach ist mit Blech beschlagen und mit geschmiedeten Bändern allseits verstärkt. Ein Verstärkungsband auf jeder führt allseitig nach unten wo es als Sockelbefestigung diente. Das Geldfach ist mit einem Türchenschloss mit zwei schiessenden Fallen verdeckt. Gesichert wird das Geldfach zusätzlich durch eine Überfalle mit einem Vorhängeschloss auf der Front und zwei Überfallen mit Vorhängeschlössern auf der linken Seite.